AV Jugendkraft/Concordia Zella-Mehlis e.V.
AV Jugendkraft/Concordia Zella-Mehlis e.V.

Der AV Jugendkraft/Concordia Zella-Mehlis e.V. blickt auf eine über 120 jährige Tradition zurück. Unzählige sportliche Erfolge und kulturelle Ereignisse säumen diesen langen Weg. Die Liste der sportlichen Erfolge unserer Vereinsgeschichte reicht von Landesmeistertiteln unserer Jüngsten bis hin zu Weltmeistertiteln und Olympischen Medaillen.

 

Seit der Neugründung des Vereines im Jahre 1990 steht insbesondere die sportliche Entwicklung des Mannschaftsringens im Fokus der Öffentlichkeit. Von Beginn an arbeiteten wir stets nach dem Konzept, mit einer starken Nachwuchsarbeit das Leistungsniveau unserer Mannschaften auf einem gleichbleibend hohen Level zu halten und somit Ihnen und allen anderen Sportinteressierten attraktiven und spannenden Ringkampfsport in Zella-Mehlis zu präsentieren. Nicht zuletzt dadurch, dass unsere Mannschaft fast ausschließlich aus Sportlern der Region besteht, haben wir einen hohen Identifikationswert bei unseren Zuschauern erreicht. Dies in Verbindung mit den Erfolgen der vergangenen Jahre bestätigt uns, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Auch die Würdigung des Deutschen Ringerbundes uns regelmäßig  mit der Austragung Deutscher Meisterschaften in Zella-Mehlis zu betrauen sowie der Gewinn verschiedener Förderpreise sind Ausdruck unseres konstanten und leistungsorientierten Auftretens. Vorstellen möchten wir ihnen aber auch unsere Dancing Queens, die als eigenständige Abteilung innerhalb unseres Vereines für den nötigen Rhythmus sorgen. Die Abteilung Tanzen hat sich in den vergangen Jahren hervorragend entwickelt, unsere Tanzgruppen glänzen nicht nur bei Meisterschaften, sie sind auch eine echte Bereicherung für Veranstaltungen aller Art. Mit Gründung dieser Abteilung haben wir unser sportliches Angebot noch einmal breiter aufgestellt und haben somit für jeden was zu bieten.

Aktuelle Neuigkeiten

Spitzenkampf gewonnen!
Fünfunddreißig zu Sechzehn. Hätte es gestern vor 19:00 Uhr jemand gewagt, dieses Ergebnis auszusprechen, hätten wohl viele den sprichwörtlichen Besen fressen müssen. Nach dem Wiegen hatten die Verantwortlichen der Kampfgemeinschaft Südthüringen schon ein gutes Gefühl. „Ich glaube, dass wir heute gewinnen können.“ Wusste Trainer Andre Schedler den Kampf einzuschätzen.
Und dann ging es endlich auf der Matte los.
Mit Robin „Mütze“ Kapp und Fabian Weiland (57Kg FR) starteten die „Fliegengewichte“ in den Abend. Mütze erwischte jedoch einen Fehlstart und lief seinem Gegner förmlich in einen Schulterschwung. So dauerte es nur 40 Sekunden, bis sich der leichteste im Trikot der KG auf beiden Schultern wiederfand.
Gleich ging es Anthony „Alf“ Fink gegen Steve Schmidt (130 Kg FR). „Alf“ erwartete mit dem Rehauer Schwergewichtler gewiss kein leichtes Los und doch verkaufte er seine Haut so teuer wie möglich. Trotz großem Kampfgeist musste auch er sich nach kurzer Zeit vom wohl besten Schwergewichtler dieser Liga Schultern lassen.
Bis hierher also alles Andere, als ein Auftakt nach Maß.
Als nächstes wurde das Zella-Mehliser Nachwuchstalent Max Wieland und sein Gegner Gregor Döhn (61Kg Gr-Röm) auf die Matte gebeten. Max machte der bezeichnung „Nachwuchstalent“ alle Ehre und zeigte einmal mehr, dass er sich die vielen Vorschusslorbeeren allesamt verdient hatte. Nach nicht einmal einer Minute drehte sich der Thüringer Spross ein, warf seinen Widersacher auf beide Schultern und hielt ihn, bis der fehlerfrei agierende Kampfrichter, Rainer Knauer, zum Schultersieg auf die Matte klopfte.
Weiter im Limit bis 98Kg (Gr-Röm). Hier war erneut das Zella-Mehliser Urgestein, Martin Zeuner gefragt. Seinen Kontrahenten, Marius Dülberg hatte er voll unter Kontrolle und nach nur 53 Sekunden tat er es seinem Vorkämpfer gleich: eindrehen, werfen, festhalten, Schultersieg.
Konstantin Brandt und Moritz Rausch (66Kg FR) kamen als nächstes zum Zug. So sicher wie gewohnt und fast schon ein bisschen Lässig sammelte der Thüringer Freistilexperte Punkt um Punkt. Noch zur Pause war beim Stand von 4:0 alles offen. Doch auch in der zweiten Kampfhälfte wusste sich Rausch nicht gegen die rasanten Angriffe von „Knosti“ zu wehren und nach 6 Minuten wurde er zum 8:0 (3:0) Punktsieger
Schwer auszumachen war der nun Folgende Kampf. Tobias „Waldi“ Würzberger traf in der Gewichtsklasse bis 85Kg (FR) auf Jonas Baumgärtel. Nach einem kurzen Abtasten legte der Zella-Mehliser gleich richtig los und konnte mit einer 4:0 Führung in die Pause gehen. Danach dasselbe Bild. Waldi griff sicher an und sammelte Punkt um Punkt, bis er nach den vollen 6 Minuten Kampfzeit zum verdienten 8:0 (3:0) Punktsieger ernannt wurde.
Das letzte Duell vor der Pause bestritten nun Robert Recknagel und Richard Döhn (75Kg Gr-Röm). Der Albrechtser in Diensten der Kampfgemeinschaft zeigte einmal mehr seine brillante Technik und punktete den Oberfranken nach allen Regeln der Kunst aus. Bereits nach dreieinhalb Minuten wurde er so zum Sieger durch technische Überlegenheit.
18:8 war also der Pausenstand und langsam ahnte Man zumindest, dass es einen Sieg geben könnte.
Nach der Pause eröffneten wieder die beiden „Leichten“ Robin Kapp und Fabian Weiland (57Kg), diesmal im klassischen Stil. Es war einfach nicht Mützes Tag, denn, wie schon im ersten
Aufeinandertreffen, dauerte es keine halbe Minute, bis er sich abermals auf Schultern seinem 10
Kilogramm schwereren Gegner geschlagen geben musste.
Was nun im Griechisch-Römischen Vergleich bis 130 Kg zwischen Tim Jahnke und Magnus Dülberg
folgte, brachte selbst den ruhigsten Zuschauer vom Hocker. Nach einer Minute des Abtastens legten
beide Ringer los und lieferten sich den Kampf des Abends. Beide waren voll auf Sieg eingestellt und
dementsprechend offensiv, jedoch gelang es keinem der Beiden, wirklich zu Punkten. Ein 2:2 zur
Pause hätte Tim, noch nicht gereicht und als sein Gegner in der zweiten Kampfhälfte seine Führung
noch zum 3:2 ausbaute, nahmen die Anfeuerungsrufe in der Halle stetig an Lautstärke zu. Tim gab
alles, was er hatte und der Rehauer Sportfreund wich zunehmend aus. So sah es auch der
Kampfrichter und gab Dülberg eine Passivitätsermahnung, welche mit einem Punkt für den
Rennsteigsportler einher ging. Damit führte Tim und konnte diese Führung auch gegen einen
Schlussspurt seines Kontrahenten verteidigen. Nach den vollen 6 Minuten feinstem Ringkampf ging
er nunmehr als 3:3 (1:0) Punktsieger im Jubel der Zuschauer unter.
Weiter im Limit bis 61Kg (Fr) Hier hatte es Jonas Sauerteig mit Patrick Schulze zutun. Auch hier
versteckte sich keiner der beiden Athleten und es ging hin und her, bis Jonas nach 1:30 Minuten
unglücklich in einen Konter lief und sich, trotz großem Kampf, schultern lassen musste.
Den vierten Kampf nach der Pause lieferten sich Michael Koch und Marius Dülberg (98Kg FR).
„Michel“ geriet schnell in Rückstand, wusste diesen aber mit seiner Spezialtechnik, der „Schleuder“ in
eine Führung zu drehen und diese geschickt auszubauen. Mit einer 6:2 Führung ging es in die Pause.
Danach ein konnte der Recke aus Rehau die Lücke mit einem Beinangriff nochmal kleiner werden
lassen und der Thüringer Mannschaftskapitän ließ sich mehr und mehr den Kampfstil von Dülberg
aufzwingen, bis dieser sich nach vier Minuten und einem blitzsauberen „Kopfhüftschwung“ plötzlich
in der „Brücke“ wiederfand. Nach einer weiteren halben Minute klopfte der Kampfrichter zum
Schultersieg ab. Jetzt hielt es endgültig keinen Zuschauer mehr auf seinem Platz, doch das sollte noch
lange nicht das Ende sein.
Dustin Richter und Moritz Rausch (66Kg Gr-Röm) waren nun an der Reihe. Es war der Sportler aus
Rehau, der den Kampf bestimmte. Bereits nach der ersten Hälfte war ein bedrohlicher 0:11
Rückstand im Mannschaftseigenen Live-Ticker zu lesen. Die Antwort darauf brachte aber alle zum
Schmunzeln: „Kein Stress, Jacque holt ihn in den letzten 10 Sekunden auf KH (Kopfhüftschwung)“
Und fast genauso sollte es kommen. Nach gut 5 Minuten beim Zwischenstand von 0:9 packte Jacque
„das Ding“ aus und sein verwunderter Widersacher zählte plötzlich die Lampen an der Decke.
„Schultersieger: Dustin Richter! Vier Mannschaftspunkte für die Kampfgemeinschaft Südthüringen“
hallte es durch die Lautsprecher. Damit war der Mannschaftskampf entschieden und alles, was noch
kam, war nur die sprichwörtliche Kirsche auf der Sahne.
Im zweiten Vergleich bis 85 Kg (Gr-Röm) trafen Martin Zeuner und Jonas Baumgärtel aufeinander.
Martin begann gewohnt ruhig und sammelte stetig Punkte. Nach zwei Minuten und einer
Passivitätsermahnung seines Gegners schickte er den Rehauer in die Unterlage und speile sein ganzes
Können im Bodenkampf aus. Ganze 6 Rollen konnte Zeuner seinem Gegner abnehmen und nach nur
2:41 Minuten holte er 4 weitere Mannschaftszähler mit einem Sieg durch technische Überlegeneheit.
75kg Freistil, der letzte Kampf des Abends. Ausgetragen zwischen André Hötzel und Richard Döhn.
Entscheiden können hätte dieser Vergleich nichts mehr, gewinnen wollte André natürlich trotzdem.
Und das tat er. Und wie. Kein Abtasten, keine Eingewöhnung, ein blitzsauberer Beinangriff, ein fester
Halt in der „Brücke“ und nach nur 43 Sekunden stand der Schultersieg für den Albrechtser im Trikot
der Kampfgemeinschaft fest.
Damit war es geschehen: Die Kampfgemeinschaft Südthüringen stürzt den Tabellenführer mit 35:16 fulminant vom Trohn der Landesliga Nord. Den Platz an der Sonne gilt es aber bereits nächsten Samstag beim derzeitigen „Kellerkind“, dem RCA Bayreuth zu verteidigen. Den nächsten Heimkampf bestreiten die Ringer um Mannschaftsleiter Jan Meinunger dann am 06.10.2018 gegen die Drittvertretung der Nürnberger „Grizzlys“ in der Sporthalle “Am Bock“ in Albrechts.
Michael Koch

Sieg, Sieg, Auswärtssieg!
Die erste Auswärtsfahrt der Kampfgemeinschaft Südthüringen am 15.09.2018 war ein voller Erfolg. Mit 21:28 konnte man die Schmach aus dem Vorjahr vergessen machen und ein weiteres Achtungszeichen in der Landesliga Nord setzten.
Schon an der Waage „gewannen“ Max Wieland (61Kg Gr-Röm & FR), Dustin Richter (66Kg Gr-Röm) und Konstantin Brandt (66Kg FR) jeweils 4 Punkte, da die Heimmannschaft vom ASC Röthenbach hier keine Sportler stellen konnte. Eine Hypothek, die bis zum Ende reichen sollte.
Wirklich gerungen wurde aber auch. Auf der Matte begannen die ganz „Leichten“, Gabriel Dederer und Robin Kapp(57Kg FR). „Mütze“ war in seinem zweiten Mannschaftskampf für die Kampfgemeinschaft noch sichtlich aufgeregt und lief bereits nach eineinhalb Minuten in einen Schwunggriff seines Gegners. Nach großem Kampf in der Brücke musste sich Robin jedoch auf Schultern geschlagen geben.
Ein ganz anderes Bild anschließend im Schwergewicht (130Kg FR). Hier traf Tim Jahnke auf Patrick Hampel. Tim war gut in Form und beherrschte seinen gut 20Kg leichteren Gegner spielend. Tim spulte die ganze Technik-Palette einmal ab. Armdrehschwung, Beinangriff, Schleuder und sogar ein „Wurf über die Brust“ zeigte der schwerste Thüringer im Freistil und so dauerte es nur viereinhalb Minuten, bis er zum Sieger durch technische Überlegenheit.
Nach der Kampflosen Siegerverkündung von Max Wieland (61Kg Gr-Röm) waren nun Martin Zeuner und Poorya Zaheri gefragt (98Kg Gr-Röm). Der Thüringer Routinier begann verhalten, aber zielstrebig und wusste seinen Gegner zu beherrschen, bis dieser nach eineinhalb punktlosen Minuten Zusehens ruppiger wurde. Es war einfach nicht die Art von Martin sich zu grenzwertig fairen Aktionen hinreißen zu lassen und so sammelte der Röthenbacher Punkt um Punkt. Nach vollen 6 Minuten musste sich Martin mit 15:3 (3:0) geschlagen geben.
Im Anschluss konnte Kostantin Brandt (66Kg FR) wieder 4 Kampflose Punkte einstreichen, bevor Tobias „Waldi“ Würzberger und Majid Dadashi (86Kg FR) an der Reihe waren. Waldi stelle sich in den Dienst der Mannschaft und lief um ungeliebten Freistil auf. Gleich zu Beginn überraschte ihn Dadashi mit einem schnellen Beinangriff und setzte im Boden weiter fort. Im weiteren Verlauf gelang es dem Recken aus Zella-Mehlis zwar, die Angriffe seines Kontrahenten abzuwehren, selbst Punkten konnte er jedoch nicht. Nach der Kampfpause und den Anweisungen des Trainers konnte Waldi seinen Kampfstil weiter anpassen, startete eigene Aktionen und wurde stetig stärker. Leider lief er nach knapp 5 Minuten in einen Konter seines Gegners und musste damit die technische Überlegenheit des Röthenbachers anerkennen.
75Kg (Gr-Röm) der letzte Kampf vor der Pause. Hier hatte es Robert Recknagel mit Ehsan Hekmat zutun. Auch Robert hatte sichtlich Mühe, sich dem harten Kampfstil seines Widersachers anzupassen. Der Kampf verlief ausgeglichen, jedoch war es der Heimsportler, der, durch nicht immer unumstrittene Kampfrichterentscheidungen, die Punkte auf sein Konto holte. Nach der vollen Kampfzeit musste sich Robert mit 10:0 (3:0) geschlagen geben und man lag zur Pause unerwartet mit 14:12 hinten.
Nach der 20 minütigen Kampfpause und einem erneuten Einschwören der Mannschaft durch Trainer und Mannschaftsleiter wollte man den Sieg nun noch ein bisschen mehr.
Der Auftakt missglückte erneut. Robin Kapp und Gabriel Dederer (57 Gr-Röm) trafen sich nur 32 Sekunden auf der Matte, bis Mütze sich nach einem schnellen Schwunggriff auf beiden Schultern wiederfand.
Im Wissen beim Zwischenstand von 18:12, nun punkten zu müssen, bestritt Tim Jahnke seinen zweiten Kampf gegen Patrick Hampel (130 Gr-Röm). Auch hier machte Tim seine Sache mehr als gut und wurde verdient zum Matchwinner. Durch vielseitige und lupenrein ausgeführte Techniken, gelang es Tim, erneut zum Sieger durch technische Überlegenheit zu werden.
Nachdem Max Wieland zum zweiten Mal 4 kampflose Punkte (61Kg FR) einstrich, musste Michael Koch gegen Milad Yousefi (98Kg FR) ran. Der Thüringer nutze seinen Gewichtsvorteil von gut 15 Kg und hatte seinen Widersacher stets unter Kontrolle. Mit einer Komfortablen 0:11 Führung konnte er nach der Pause die Anweisung: „Michel, nur noch sicher jetzt! Vier sichere Punkte und wir sind durch!“ seines Trainers umsetzen und packte mit einem Kopfhüftschwung noch die letzten Zähler zur technischen Überlegenheit drauf.
Als nun Dustin Richter (66Kg Gr-Röm) abermals 4 Kampflose Punkte in die blaue Ecke holte, war der Kampf entschieden und man konnte sich, trotz der aufgeheizten Stimmung in der Halle leicht entspannen.
Im Duell der Gewichtsklasse bis 86Kg (Gr-Röm) waren es erneut Martin Zeuner und Poorya Zaheri, die aufeinander trafen. Der Kampf verlief ähnlich dem ersten Duell. Martin konnte sich jedoch der Aktionen seines Gegners im Kampfverlauf immer besser zu erwehren und sammelte bald die ersten Punkte. Doch erneut wusste sich der Röthenbacher nur Regelwidrig zu helfen. Trotz allem blieb es ein spanungsgeladenes Duell, dass sich sehen ließ. Martin führte bis kurz vor Ablauf der Kampfzeit, bis er in einer unaufmerksamen Sekunde noch einmal in einen Konter lief und somit den Kampf 12:9 (2:0) verlor.
Der letzte Vergleich des Abends war, wie gewohnt in der Hinrunde, der Freistilkampf bis 75Kg. Andre Hötzel und Reza Partovi waren es, die der Kampfrichter zur Mattenmitte bat. Was nun folgte, war ein zwar sehr ruppiger, dennoch ein schön anzusehender und spannender Freistilkampf. Nach einigen grenzwertig harten Aktionen und umstrittenen Entscheidungen, gingen beide Sportler beim Stand von 3:1 in die Pause. Hier wurde Andre nochmals eingeschworen: „versuch´s, aber pass bloß auf, dass du dich nicht verletzt!“. Nach der 30 sekündigen Unterbrechung hatte Andre plötzlich einen völlig anders agierendem Kontrahenten auf der Matte. Der Sportfreund von der Pegnitz war offenbar darum bemüht, nur keine Wertungen abzugeben und rannte förmlich davon. Da der Kampfrichter nicht einschritt und es „Hötz“ folglich schwer fiel, zu Punkten, ging der Kampf nach der vollen Kampfzeit mit 3:1 (1:0) zu ende.
Damit lautete das Endergebnis 21:28 und die Kampfgemeinschaft holte den zweiten Sieg im zweiten Kampf. Nun heißt es aber wieder „Ab in die Trainingshalle“, denn schon nächste Woche kommt mit dem RSC Rehau der Vorjahressieger in die Dreifelderhalle nach Mehlis zum vermeintlichen Spitzenkampf in dieser Saison.

Der Plan ging auf!

 

„Samstag, 8. September 2018, 15:00 Uhr. Herzlich Willkommen zur Landesliga Nord im Ringen.“

Das waren die ersten Worte des Hallensprechers in der Saison 2018. Und auf einmal war es soweit. Monate der Vorbereitung, Jahre des Trainings. Alles wieder für diese 14 Mannschaftskämpfe in der neuen Saison, die am gestrigen Samstag in Zella-Mehliser Festzelt begann.

Es war keine leichte Vorbereitung in diesem Jahr. Noch am Freitagabend vor dem Kampf gingen letzte Hiobsbotschaften von Verletzungen ein und die Verantwortlichen der Kampfgemeinschaft Südthüringen waren gezwungen, den Plan nochmals völlig über den Haufen zu werfen. Aber man sah auch, dass sich in dieser Mannschaft keiner hinter dem Anderen verstecken muss. Das Ergebnis spricht für sich.

Was nun auf der Matte geschah, war nichts weiter als Ringkampf in seiner schönsten Form.

Begonnen wurde, wie immer, mit den „Fliegengewichten“ (57Kg FR). Robin Kapp, der nach einigen Jahren der Abstinenz seinen Einstand in der Kampfgemeinschaft gab, hatte es nicht leicht, denn mit Yakup Bozkut hatte er einen Gegner der zwar 11 Jahre jünger, aber auch deutlich schwerer als er selbst war.

Nach kurzem „Abtasten“ Zauberte der Franke einen Achselwurf aus der Tasche und beförderte „Mütze“ auf beide Schultern.

Wie gewohnt standen sich anschließend die „schweren Jungs“ (130Kg Gr-Röm) Tim Jahnke und Thorsten Geiser gegenüber. Tim hatte klar die Oberhand und konnte seinen Kontrahenten nach nicht einmal einer Minute mit einem Armdrehschwung auf die Schultern befördern.

Im Klassischen Limit bis 61 Kg feierte Max Wieland sein Punktkampfdebüt. Auch Max überzeugte mit großer hingabe und Finesse. Seinen Widersacher Kilian Käppel überraschte er wieder und wieder mit tollen Techinken und wurde nach vollen 6 Minuten verdient zum 10:4 (2:0) Punktsieger erklärt.

Auch im Griechisch-Römischen Duell in der Gewichtsklasse bis 98Kg konnte man einen Debütanten im Trikot der Kampfgemeinschaft sehen. Martin Zeuner, der für 3 Jahre nach Greitz „Ausgewandert war, hatte mit Benjamin Giegold kein leichtes Spiel. Jedoch ließ der Routinier aus Zella-Mehlis vor heimischer Kulisse nichts Anbrennen und brachte einen ungefährdeten 9:3 (2:0) Punktsieg mit in die Thüringer Ecke.

Konstantin Brandt hatte es nun mit Mujib Rahman Ajasi (66Kg FR) zutun. Gewohnt sicher und mit der Ruhe von 10 Jahren Ringkampferfahrung begann „Knosti“ den Kampf. Nach einer kurzen Verletzungspause seines Gegners brauchte der Rennsteigsportler nur gute 2 Minuten, bis er mit einem Sieg durch Technische Überlegenheit die maximalpunktzahl einstreichen konnte.

Im freien Ringkampf bis 86Kg waren nun Julian Soto-Dinarte und Gregor Herzing gefragt. Beide boten tollen Ringkampf und schenkten sich nichts, bis Julian nach einer Minute in die Unterlage geriet. Sein Gegner hatte gut gefasst und wollte Julian Rollen. Plötzlich Stille, der Albrechtser Freisilexperte blieb Verletzt auf dem Rücken liegen. Schultersieg. Am Abend dann die Schreckensnachricht auf dem Handy: „Rippe Gebrochen“. Auf diesem Wege möchten wir es nicht versäumen unserem Sportfreund gute Besserung und eine schnelle und vollständige Genesung zu wünschen!

75Kg klassischer Ringkampf: Robert Recknagel und Marius Müller bestritten den letzten Kampf vor der Pause. Auch hier war es der Thüringer, der den Kampf bestimmte. Seinen Gegner hatte Robert zu jeder Zeit unter Kontrolle zeigte tolle Techniken und beförderte den Hofer Nachwuchssportler unter dem Jubel der gut 350 Zuschauer mit einem Hüftwurf auf beide Schultern.

16:8 der Pausenstand.

Nachdem die Beiden Tanzgruppen des AV/ Jugendkraft Concordia Zella-Mehlis den Zuschauern die Pause verschönert hatten, ging es gleich weiter.

57Kg, diesmal in Griechisch-Römischen Ringkampf. Wieder standen sich Robin „Mütze“ Kapp und Yakub Bozkut gegenüber. Wieder war es der Hofer, der den Kampf nach kurzer Zeit auf Schultern gewinnen konnte, indem er eine Unaufmerksamkeit des Thüringers ausnutzte und ihn mit einem „Kopfhüftschwung“ bezwang.

Im zweiten Kampf in der Kategorie bis 130 Kg (Gr-Röm) standen sich Tim Jahnke und Benjamin Giegold gegenüber. Tim begann stark und rang seinem Gegner Punkt um Punkt ab. Zur Pause kam Tim noch mit einer komfortablen 10:4 Führung, die er in Hälfte 2 sogar noch auszubauen wusste, bis auch er in einer unaufmerksamen Sekunde von einen Kopfhüftschwung des Franken überrascht wurde und sich auf Schultern geschlagen geben musste.

Weiter im Limit bis 61Kg (FR) hier standen sich Jonas Sauerteig und Kilian Käppel gegenüber. Der Rennsteigsportler fackelte nicht lange und lieferte mit einem Schultersieg nach nur 34 Sekunden den schnellsten Kampf des Nachmittags auf die Matte.

Das 4. Duell nach der Pause bestritten Michael Koch und Thorsten Geiser (98Kg FR). „Michel“, der sich im Dienste der Mannschaft im ungeliebten Freistil wiederfand, zeigte, durchaus überraschend, dass er sich auch stilartfremd nicht verstecken muss. Beinangriff, Schleuder, Achselwurf und noch einmal sein Steppenpferd, die Schleuder machten den Thüringer Mannschaftskapitän nach  genau viereinhalb Minuten zum Sieger durch Technische Überlegenheit.

Den Vergleich bis 66Kg (Gr-Röm) trugen Dustin „Jacque“ Richter und Mujib Rahman Ajasi aus. Der Hofer begann verhalten und „kassierte“ nach gut einer Minute eine Verwarnung wegen „negativem Ringen“. Weil er sich weiter dem Kampf entzog bekam „Jacque“ die Möglichkeit in der angeordneten Bodenlage den Kampf als Obermann fortzusetzten. Diese Chance ließ sich der Recke aus Zella-Mehlis nicht entgehen und beförderte seinen Gegner mit einer Hebeltechnik nach zweieinhalb Minuten auf beide Schultern.

Damit war „die Ziege gestreut“, wie der erfahrene Ringakampffreund zu sagen pflegt. Es war also Entschieden und die beiden abschließenden Kämpfe konnten das Ergebnis nicht mehr entscheidend verändern.

Davon unbeeindruckt legte Tobias „Waldi“ Würzberger gegen Gregor Herzing (86Kg Gr-Röm) nochmal eine Galavorstellung hin. Beide schenkten sich nichts und hielten den Kampf stets offen. In der Pause stand es 1:1 und beide hatten noch alle Möglichkeiten. Danach ging es hin und her. Führung für Herzing, Ausgleich, Führung für „Waldi“ und die gab er bis zum Ende nicht mehr her. Nach den vollen 6 Minuten tollem Ringkampf wurde der Zella-Mehliser verdient 10:7 (0:2) Punktsieger.

75Kg Freistil, der letzte Kampf des Tages. Hier standen sich André Hötzel und Marius Müller gegenüber. Auch hier hatte der Rennsteigsportler klar das Zepter des Handelns in der Hand. Andre beherrschte seinen Widersacher nach Belieben und zeigte verschiedenste Techniken und Würfe, bis er nach 2:50 Minuten als Sieger durch Technische Überlegenheit die maximalpunktzahl von 4 Mannschaftspunkten einstrich.

Somit lautete das Endergebnis 34:16 für die Auswahl aus Südthüringen. Vor allem der Trainer, Andre Schedler, der sich zur Zeit beruflich in Brasilien befindet lobte sein Team via Chatnachricht für den gelungenen Saisonauftakt.

Da sich der Vorjahressieger RSC Rehau gleich im ersten Saisonkampf gegen Nürnberg III einen Patzer erlaubte, stehen die Südthüringer nun an der Pole Position der Tabelle, aber diese gilt es nun zu verteigigen, denn schon nächstes Wochenende steht mit Röthenbach ein schwerer Gegner bei der ersten Auswärtsfahrt in diesem Jahr auf dem Programm.

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  • Erneuter Heimwärtssieg
  • Auswärtssieg
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  • Vorbereitungskampf in Boden
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  • Zusammenfassung des ersten Quartals 2018

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