AV Jugendkraft/Concordia Zella-Mehlis e.V.
AV Jugendkraft/Concordia Zella-Mehlis e.V.

Die Geschichte unseres Vereins

1896 - 1918: Die Gründerjahre

 

Der Ringkampfsport hat in Zella-Mehlis schon eine alte Tradition. Bereits 1896 folgte man dem damaligen Boom der Sportvereine und gründete am 22. August den Mehliser Athletenclub "Jugendkraft". Dessen erste Mitglieder widmeten sich hauptsächlich dem Stemmen von Gewichten, zu dem 1898 ertmals Ringkampf kam. Grüne Trikots und weiße Hosen wurden aus persönlichen Mitteln gespendet und angeschafft und damit die auch heute wieder bestehenden Vereinsfarben festgelegt. Wenige Jahre später folgten die Athletenvereine "Concordia" (gegr. 1897 in Mehlis), "Eisenkraft Zella St. Blasii" (gegr. 3.10.1899 in Zella) und "Germania" (gegr. 7.9.1902 - 1932).

Nach der Jahrhundertwende nahmen die Aktivitäten und die Wettkampftätigkeiten, auch im Ringen, zu. Bekanntester Schwerathlet in dieser Anfangszeit war Alfred Anschütz aus Zella-Mehlis, der 1911 Weltmeister im Federgewicht im Gewichtheben wurde. Er brachte mit nur 59 kg Körpergewicht 125 kg beidarmig zur Hochstrecke.

  

1918 - 1953: Weltkriege, Nachkriegsjahre und Neubeginn

 

Mit der Machtübernahme des Faschismus kam es 1933 außerdem zur Gleichschaltung aller Vereine. Die Vereine existierten zwar weiter, jedoch unter ständiger Kontrolle der faschistischen Partei, die mit ihrem Druck auf dieser Vereine dafür sorgte, daß sie so klein und bewegungslos wie möglich gehalten wurden. Genauso wie bereits zuvor der Erste Weltkrieg, legte auch der 2. WK durch seine großen Verluste die Arbeit der Vereine in Zella-Mehlis still. Mit denen, die gesund wiederkamen, fingen die Vereine wieder an zu arbeiten und die Sportbewegung blühte erneut auf. Doch für die Vereinsarbeit kamen weitere schwere Jahre.

Nach Zerschlagung des Hitlerregimes und dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden auf Grundlage des Kontrollbeschlusses, SMAD - Beschluß 126, die alten Vereine aufgelöst und eine Vereinsneubildung verboten. Wertsachen und Objekte der ehemaligen Vereine wurden beschlagnahmt oder enteignet, wie zum Beispiel das Objekt "Scharzberg".

Trotz der Schwierigkeiten entstand bereits im April 1946 der erste Kreisfachausschuß für Ringen. In Zella-Mehlis sollte nun eine Sparte für das Ringen entstehen, und so schlossen sich die Mitglieder der ehemaligen Vereine zusammen und starteten ab 1947 in einer Sportgemeinschaft "Vorwärts" Zella-Mehlis. Aus dieser wurde im Jahr 1950 die Betriebssportgemeinschaft "Motor-West" und später - nach Zusammenfassung aller Sportarten im Ortsteil Mehlis - die BSG "Mechanik".

  

1955 - 1989: Ringen in der DDR

 

1955 kam es zum Zusammenschluß der besten Ringer im SC "Motor" Zella-Mehlis und im gleichen Jahr errang die Mannschaft den Titel in der DDR Mannschaftsmeisterschaft. Die Ringer des Sportclubs orientierten sich hauptsächlich auf Spitzenleistungen in den Einzelgewichtsklassen. Die internationalen Erfolge von Siegfried Schäfer, Herbert und Fredi Albrecht und Klaus-Peter Göpfert legten ein klares Zeugnis darüber ab.

Die Jugendarbeit wurde dem Verein und der Sportschule übertragen. Ab 1960 konzentrierten sich die Aktivitäten im Vereins- und Breitensport in der neugegründeten BSG "Motor-Mitte" Zella-Mehlis. Auch hier gab es in jedem Jahr große Erfolge zu verzeichnen. Die Mannschaftsarbeit der Liga- und Oberligamannschaft wurde zwar nur gering bewertet - trotzdem verstanden es die Mehliser Ringer, immer eine Mannschaft in die Wettkampfstaffeln zu bringen.

Die Wettkämpfe der Liga, wie auch der Oberliga waren von wechselndem Erfolg geprägt, aber niemals gab es ein Ausweichen vor Schwierigkeiten. Die größten Siege errangen die Ringer des BSG "Motor-Mitte" Zella-Mehlis in den 80ger Jahren, wo zweimal der Oberliga-Meister-Titel erkämpft wurde.

  

1990 ff.: Neugründung und Fortbestand

 

Am 27. Juni 1990 trafen sich die Ringkampfanhänger der ehemaligen Sektion Ringen der BSG "Motor-Mitte" und legten den Grundstein für die Gründung des "Athletenvereins Jugendkraft/Concordia Zella-Mehlis e.V." am 23. August 1990. In diesem Verein leben die Traditionen der alten Athletenvereine von Mehlis und ab Juni 1993, mit Auflösung der Ringerabteilung im Sportclub, auch der Ringer von Zella weiter.

Kontinuierlich wurde die Trainingsarbeit im Verein Dank der unermüdlichen Arbeit der Trainer und Übungsleiter fortgesetzt. Und die Erfolge geben darüber Aufschluss. Im Nachwuchsbereich bestimmen die Sportler des Athletenvereins das Niveau in Thüringen eindeutig mit. Aber auch zu großen Meisterschaften in Deutschland ist der Name unseres Vereins in aller Munde.

  • Deutscher Jugendmeister wurde Andreas Mattauch (1990), Christian Scharfenberg (1993), André Petri (2002) und Florian Crusius(2003).
  • Die Nachwuchsringer des Vereins errangen den 1. Platz beim Rhein-Main-Neckar-Turnier in Ludwigshafen 2002 und konnten nach fünf Siegen erstmals in der Geschichte dieses Turniers den Pokal endgültig nach Zella-Mehlis holen.
  • 2006 vollbrachte Florian Crusius den Doppelsieg, er wurde Deutscher Meister bei den Männern und ebenfalls Deutscher Meister bei den Junioren vor heimischem Publikum. Hier wurde Toni Stade Zweiter.

Jahr für Jahr wuchsen die Sportler der Vereinsmannschaft immer enger zusammen und schafften 1993 im zweiten Anlauf den Sprung in die II. Bundesliga. 1994 belegte die Mannschaft in der Thüringenliga den 2. Platz, 1995 wurde in der Thüringen-Oberliga der 3. Platz erkämpft. Seit 2001 treten zwei Mannschaften für unseren Verein an. In der Saison 2002 konnte unsere Erste in der Regionalliga Mitteldeutschland den 3. Platz erringen, unsere Zweite belegte ebenfalls einen 3. Platz in der Oberliga Thüringen. In der Saison 2003/04 gelang der 1. Männermannschaft der Aufstieg in die II. Bundesliga Ost. Nach dem Abstieg 2005 kämpft die erste Mannschaft 2006 um den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

 

2015 ff.: Gründung der Kampfgemeinschaft Südthüringen

 

Mit dem Ende der Saison 2015, in der die Männermannschaft des AV Jugendkraft/Concordia Zella-Mehlis einen nicht zufriedenstellenden 8. Platz in der Landesliga Sachsen/Thüringen belegte, wurde nach einem Neuanfang gestrebt.

Nach intensiven Gesprächen mit dem Bayrischen Ringerverband (BRV) stand einem wechsel in das bayrische "Unterhaus", die Gruppenliga Nord, nichts im Wege.

Nachdem bekannt wurde, dass auch die letzten aktiven Ringkämpfer des SV Jugengkraft 03 Albrechts nach einem Neubeginn ausschau hielten, wurde man sich in wenigen Gesprächen einig. Das Ergebnis war die Gründung der Kampfgemeinschaft Südthüringen. 

Welches Potenzial in der Mannschaft der KG steckte, zeigte sich gleich im ersten Jahr in Bayern. Auf anhieb wurde die junge Mannschaft problemlos Meister der Gruppenliga Nord und behauptete sich in den Aufstiegskämpfen souverän gegen die Meister der anderen beiden Gruppenligen (Mitte & Süd). 

Getragen von dieser Erfolgswelle stand am ende der 2. Saison ein Achtbarer Silberrang, punktgleich mit dem Ersten,  in der Gruppenoberliga.

 

 

2016ff.: Gründung der Trainingsgruppe Dancefitness

 

Anfang des Jahres 2016 zeigte sich eine wachsende Anzahl von Frauen, die "auch mal Sport machen wollten". Um diesem Wunsch gerecht zu werden wurde intensiv nach Lösungen gesucht.

Schließlich erklärten sich zwei, bis Dato neue Übungsleiterinen, bereit, eine Trainingsgruppe "Dancefitnes" Aufzubauen und zu Gestalten. Seit dem Herbst 2016 Trainiren nun bis zu 20 Frauen zweimal die Woche aktiv um sich Fit zu halten aber vor allem um Spaß zu haben.

 

 

News

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  • Auswärtssieg
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