Saison 2022

Kalte Halle und starke Kämpfe
Nachdem die Mannschaft von Magnus Hötzel und Jamiro Bouktab die Nachricht erhielten, dass
gleich beide beim „Strelasundpokal“ einen Erstplatzierung nach Hause bringen konnten, waren hier
die Trainer jetzt schon stolz. Zeitgleich mit der „Ersten“ Mannschaft der Kampfgemeinschaft fand der Kampfabend der „Zweiten“ in Bindlach gegen den ASC Bindlach statt. In diesem Kampfabend konnten sich die Bindlacher knapp gegen die Kampfgemeinschaft mit einem Endpunktestand von 29:22 durchsetzen. Bei der Anreise freuten sich die Südthüringer Ringer der Kampfgemeinschaft I auf einen spannenden Auswärtskampf. Leider erwartete sie bei ihrer Ankunft in Bayreuth eine unzumutbar kalte, aber auch leere Halle mit ganzen 10 Zuschauern. Schon auf der Waage überließen die Bayreuther Ringer der Kampfgemeinschaft in der Gewichtsklasse bis 130kg 8 Mannschaftszähler. Den Kampfabend eröffnete Raphael Trautwein gegen Ali Alomar im Limit bis 57kg im klassischen Stil. Wie man „Raphi“ kennt, gab er von Anfang an Alles. Er konnte schon nach etwas mehr als einer Minute und einem kleinen Punktevorsprung seinen Gegner mit einem sauberen „Armdurchzug“ auf die Schultern befördern. So sicherte er der Kampfgemeinschaft zur Eröffnung souveräne 4 Mannschaftszähler. Ahmad Reman stand in der Gewichtsklasse bis 61kg im freien Stil Fazli Blailudin gegenüber. Ahmad legte im Duell stark vor, fand sich aber nach einem unaufmerksamen Moment auf Schultern wieder und musste so 4 Mannschaftspunkte abgeben. Das Duell zwischen Michael Koch und Christian Neupert im Freistil dauerte keine 15 Sekunden. Grund hierfür war eine gebrochene Schulter Neuperts. Auch das Duell, in welchem Neupert im klassischen Stil gegen Sebastian Truthän angetreten wäre, musste er deswegen aufgeben. Für die 66kg im klassischen Stil trat Dustin Richter gegen Omar Aleman für die Kampfgemeinschaft auf die Matte. Einmal angefangen, konnte „Jaque“ seinen Kontrahenten souverän mit einigen Rollen und seiner eigenen Fass-Art bis zur Pause einen Punktestand von 2:12 sichern. Nach der Pause baute er diesen Vorsprung aus und gewann mit technischer Überlegenheit.
Den Kampf im Limit bis 86kg im klassischen Stil absolvierten Franz Günther und Hamza Alemam. Nach einigen Rollen von Franz hob dieser den Gegner aus, erhielt dafür aber keine Wertung. Nachdem der Kampf in der Bauchlage, aufgrund von Beinarbeit des Bayreuther Ringers , weitergeführt wurde, gelang es Franz seinen Punktestand auszubauen und die technische Überlegenheit zu sichern. Hashemi Sayed trat im Limit bis 75kh im freien Stil für die Kampfgemeinschaft auf die Matte. Hier traf er auf Aravat Gioev. Dieses Duell war sozusagen von Passivität geprägt. Zu Beginn wurde auf beiden Seiten passiv gerungen. Hier folgte die Passivitätszeit für Sayed mit einem anschlließenden Punkt für den Bayreuther Sportler. Nach der Pause konnte der Thüringer nicht mehr wirklich Fuß fassen und musste sich nach den vollen 6 Minuten Kampfzeit mit einem 7:2 geschlagen geben. Nach einer 10-minütigen Pause setzten Raphael Trautwein und Ali Alomar das Kampfgeschehen im Limit bis 57kg, diesmal im freien Stil, fort. Auch hier machte Raphi seinem Ruf alle Ehre und konnte das teilweise unkonventionelle Ringen seitens des Bayreuther Ringers mit einem souveränen Kopfhüftschwung und guter Technik kontern. Nach nur einer Minute fand sich sein Gegner auf Schultern wieder. Ahmad Reman stand auch im klassischen Stil Fazli Blailudin bis 61kg gegenüber. In diesem sehr spannenden Duell battelten sich die Ringer immer weiter nach oben. Mit verschiedensten Techniken beider Seiten wies die Punktetafel bis zur Pause ein 6:13 auf. Nach der Pause holte sich Reman eine ganze Reihe von weiteren Punkten und beförderte den Kontrahenten auf die Schultern. Konstantin Brandt stand im Limit bis 66kg im Freistil nicht nur Anton Honcharov gegenüber. Mit Honcharov wurde Brandt ein sehr starker Kontrahent gegenübergestellt. In diesem Duell konnte „Konsti“ nicht viel holen und musste sich mit einer technischen Überlegenheit von 18:3 geschlagen geben. Im vorletzten Duell des Abends traten Franz Günther und Hamza Aleman im Limit bis 86kg klassisch auf die Matte. Mit einem starken „Hammerlock“ beförderte Franz nach nur 17 Sekunden seinen Kontrahenten auf beide Schultern. Florian Crusius schloss mit Ahmad Alayaf den Kampfabend bis 75kg im klassischen Stil ab. „Crusi“ konnte in einer ganzen Serie von Rollen den Gegner beliebig auf dem Boden bewegen und somit nach nur zwei Minuten die technische Überlegenheit von 0:15 und den Jubel in die Südthüringer Ecke bringen. Somit sicherte sich die Kampfgemeinschaft Südthüringen in Bayreuth einen phänomenalen Auswärtssieg von 10:40. In der nächsten Woche wird mit dem RC Bergsteig Amberg eine größere Herausforderung für die Südthüringer Ringer in Zella-Mehlis erwartet, welche die Kampfgemeinschaft mit Überzeugung
meistern möchte.

Reserven reichten diesmal nicht.
Am neunten Kampftag der Saison sollte mit dem Mannschaftssieg der Kampfgemeinschaft Südthüringen eigentlich der dritte Platz der Liga einhergehen. In der Dreifelderhalle der Schillerschule wurden zuerst die Kämpfer des ASV Hof II gegen die Kampfgemeinschaft Südthüringen II, anschließend die WKG Forchheim/Bamberg willkommen geheißen. In vielen grandiosen Duellen konnte die „Zweite“ der KG mit einem eleganten 30:18 die Halle toben lassen.
Bei der "Ersten" legte Raphael Trautwein gleich zu Beginn gegen Anatoli Schlee in der Gewichtsklasse bis 57kg im klassischen Stil eine starke Leistung vor. In einem tollen Kampf konnte „Raphi“ vorerst einzelne Punkte und anschließend einen schönen Schultersieg einfahren.
Weiter ging es mit Cedrik Dellit im Limit bis 130kg gegen Alexandr Iftodi im klassischen Stil. Dellit gelang es nicht, seinen Gegner in Schach zu halten, welcher in einer Punkteabfolge ganze 14 Punkte einfahren konnte. Bis zur Pause gelang es „Ceddi“ noch, die überlegene Punktedifferenz zu verhindern, den Sieg musste er dennoch durch technische Überlegenheit des Gegners hergeben. Im dritten Duell des Abends standen sich Raphael Titze und Aman Nasibov im Limit bis 61 kg im freien Stil gegenüber. In einem sehr spannenden Kampf musste Titze seine Reserven auspacken. Während des Kampfes konnte man eine gewisse Spannung in der Halle spüren, Grund dafür war vor allem eine gelbe Karte für den Trainer der Gastmannschaft. Mit guten technischen Abfolgen gelang es Raphael zwar kleine Punkte zu holen, kam aber zum Schluss an seine Grenzen und musste sich mit einem 3:16 geschlagen geben. Als nächstes stand Tobias Würzberger im Limit bis 98 kg im freien Stil Mert Ramadan gegenüber. Auch hier ging die Pechsträhne weiter. Würzberger hatte sichtlich Probleme Luft zu holen, konnte gegen den Ringer aus Bamberg nicht viel unternehmen. Hier gab es ebenfalls keine Punkte für die Kampfgemeinschaft mit einem Endstand von 1:18. Im Limit bis 66 kg im klassischen Stil standen sich Dustin Richter und Stoiko Rusev in einem wahren Kräftemessen gegenüber. Volle 6 Minuten lieferten die beiden den Zuschauern ein Kopf- an Kopfrennen, wobei noch nicht allzu viele Punkte vergeben werden konnten. In diesem spannenden Duell stellte Richter viele Versuche an zu punkten, welche sich aber auf der Matte verliefen. Mit einem Endstand von 0:7 endete auch dieser Kampf mit Jubel in der Ecke der Gastmannschaft. Auch im Limit bis 86kg (klassisch) zwischen Michel Rietzscher und Maximilian Gerneth wurde sich nichts geschenkt. Volle 6 Minuten kämpften die beiden, wobei die einzigen zwei Punkte die vergeben werden konnten Passivitätsverwarnungen gegen den Gast aus Bamberg waren.
Sayed Hashemi stand im Limit bis 75kg David Held gegenüber. Durch schöne Ausführungen gelang es dem Sportler der Kampfgemeinschaft immer mehr Punkte zu sammeln und die Halle jubeln zu lassen. Mit dem Schlusspfiff zeigte die Punktetafel ein 10:2.
Raphael Trautwein konnte in seinem zweiten Kampf des Abends wieder für sich jubeln lassen. Gegen Anatoli Schlee holte er im Limit bis 57kg im freien Stil mehr einzelne Punkte als zuvor und konnte sich somit nach den vollen 6 Minuten zurecht nach 2 Siegen am Abend feiern lassen.
Michael Koch trat in der Gewichtsklasse bis 130kg gegen Andreas Hoffmann im freien Stil an. Bis zur Pause konnte Michel seinen Gegner gut im Zaum halten. Nach dieser gab er 6 Punkte an den Gastringer ab und war sichtlich enttäuscht. Raphael Titze gewinnt seinen zweiten Kampf des Abends kampflos, da sich sein Gegner vorher verletzte und somit aufgeben musste. Cedrik Dellit stand in seinem zweiten Kampf erneut Alexandr Iftodi, diesmal im Limit bis 130kg, gegenüber. Dellit versuchte sich durchzubeißen und konnte aus einer langen, gefährlichen Lage gut entkommen. Dennoch musste er sich nach 5 1/2 Minuten durch technische Überlegenheit geschlagen geben. Einen Hoffnungsschimmer lieferte Konstantin Brandt. Dieser trat im Limit bis 66kg im freien Stil Stoyko Rusev gegenüber. In diesem Kräftemessen schenkten sich beide Ringer nichts, aber Konsti konnte sich mit verschiedensten Techniken einen Vorsprung sichern und mit einem 7:2 zwei Mannschaftszähler holen. Für den vorletzten Kampf des Abends ging es für Tobias Würzberger und Maximilian Gerneth erneut auf die Matte im Limit bis 86kg im freien Stil. Von Anfang an wirkte „Waldi“ außer Puste und überließ der gegnerischen Mannschaft einen Sieg durch technische Überlegenheit. In einem Kopf- an Kopfrennen zwischen Florian Crusius und Shamil Itiev stand es bis zum Ende hin äußerst knapp. Die Punktetafel zeigte einen Endpunktstand von 5:5 an, wobei hier der Sieg der gegnerischen Mannschaft zugesprochen wurde, da diese die letzte Wertung erhielt.
Mit dem Ausgang dieses Kampfabends waren die Thüringer Ringer sichtlich unzufrieden, vor allem weil das Ergebnis so knapp war, aber sie werden sich, wie man sie kennt, von diesem Ergebnis nicht den Abend vermiesen lassen. Am nächsten Tag steht nämlich die nächste Veranstaltung auf der Matte an. Beim Ruppbergpokalturnier der Stadt Zella-Mehlis kann die A bis D Jugend des Vereins zeigen, dass auch sie sich schon für den Mannschaftskader der Kampfgemeinschaft Südthüringen vorbereiten.
Auswärtssiege -„wie geplant“
Diesmal machten sich die erste und zweite Mannschaft, wieder getrennt, auf den Weg zum jeweiligen Auswärtskampf am 7.Kampfabend. Die zweite Mannschaft konnte mit Cedrik Dellit, Asif Safari, Franz Günther, Willi Hempel, Julian Soto-Dinarte und Dean Poprawa einen megamäßigen Kampfabend in Unterdürrbach gegen die Gladiators Dürrbach 2 hinlegen. Sie gewannen in der Höhe von 20:36 Punkten.
Für die „Erste“ der KG ging es nach Burgebrach. Schon auf der Waage mussten die bayerischen Ringer 16 Mannschaftszähler, aufgrund fehlender Kämpfer in den Gewichtsklassen 61kg und 98kg, abtreten. Die Rennsteigringer konnten die Gewichtsklasse bis 130 Kilogramm nicht besetzen und gaben somit 8 Zähler ab.
Zum Auftakt der ersten Mannschaft beeindruckte Raphael Trautwein im freien Stil im Limit bis 57kg gegen Nick Gutorov mit dem besten Kampf des Abends. Souverän sicherte er sich Punkt für Punkt und konnte bis zur Pause schon 6 Punkte für sich anzeigen lassen. Nach der Pause heimste er sich mit Köpfchen noch weitere Punkte ein und konnte als Sieger mit einem stolzen 6:14 von der Matte treten.
Im Limit bis 66kg traten im freien Stil Konstantin Brandt und Giorgi Udesiani gegeneinander an. Hier wurde den Zuschauern in Bayern ein wahnsinniges Battle geliefert. Bei diesem zweiten Kampf kam der Kampfrichter kaum hinterher den Arm zu heben und Punkte anzuzeigen. Zum Schlusspfiff standen insgesamt 42 Punkte auf der Anzeigetafel. Beide Ringer haben sich nichts geschenkt und „Konsti“ konnte mit einem souveränen 15:27 von seiner Mannschaft gefeiert werden. Auch wenn bei Brandt die Feierstimmung nach dem Kampf nicht lang anhielt. Dem Rennsteigringer wurde während des Kampfes wiederholt gegen den Kopf gestoßen und er fühlte sich, auch nach einem Startversuch, nicht in der Lage seinen zweiten Kampf im Limit bis 75kg Freistil fortzuführen und musste diesen verfrüht abbrechen.
Tobias Würzberger trat ebenfalls im freien Stil bis 86kg gegen Christian Merkel an. Viel zu holen gab es für Würzberger aber leider nicht. Kurz vor dem Pausengong gelang es dem Gegner „Waldi“ auf die Schultern zu legen.
Im griechisch-römischen Duell bis 75 kg trafen Dustin Richter und Nils Hetzel aufeinander. Richter beherrschte seinen Gegner von Beginn an. Hierbei gelang es „Jaque“ nicht nur bis zur Pause, sondern auch darüber hinaus mit beliebigen Methoden, trotz der wiederholten Ausweich- und scheinbar auch Fluchtversuche des Gegners, zu punkten und konnte so mit einem Ergebnis von 0:12 von der Matte treten.
Nach der Halbzeitpause ging es im Limit bis 57kg im griechisch-römischen mit Raphael Trautwein und Nick Gutorov weiter. Auch hier arbeitete „Raphi“ mit Köpfchen. Während des gesamten Kampfes konnte der Gegner nur einen Punkt erzielen, wobei Trautwein parallel dazu eine Passivitätsverwarnung erhielt. Dennoch zog er seine Taktik bis zum Schluss souverän durch und gewinnt mit einem Punktestand von 1:6.
Diesmal trat Dustin Richter im Limit bis 66 kg im griechisch römischen gegen Giorgi Udesiani an. Wiederholt konnte er hier souverän punkten. Kurz nach der Pause gelang es „Jaque“, seinen Gegner auf die Schultern zu befördern.
Im letzten Duell des Abends traten Michel und Christian Merkel im Limit bis 86 kg im griechisch-römischen auf die Matte. Während dieses Kampfes stand den Rennsteig-Ringern die Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben, da Michel nicht nur einmal, sondern zweimal, in Augen der Kampfgemeinschaft unverdient, passiv ermahnt wurde. Der letzte Kampf des Abends ging also auf das Konto des TSV Burgebrach.
Der Auswärtskampf in Burgebrach fand also, das Ergebnis von 18:31 und das Verhalten der Gastgeber betrachtend, wie erwartet statt. Nach den Kämpfen erhielten die Ringer der Kampfgemeinschaft viel Lob. Geschäftsführer Schedler schrieb beispielsweise, dass diese klasse Leistung vor Allem dank der mannschaftlichen Geschlossenheit entsteht. Mit einem „Jeder kämpf für Jeden“ kann man diesen Abend, aber auch den Zusammenhalt der gesamten Kampfgemeinschaft, sicherlich gut zusammenfassen.

Das war so nicht geplant.
Dass die WKG Zirndorf/Röthenbach nicht umsonst von der Tabellenspitze grüßt, war den
Verantwortlichen der Kampfgemeinschaft (KG) Südthüringen klar, dass das Ergebnis aber derart
deutlich ausfallen würde, damit hatten wohl die Wenigstens gerechnet.
In den Abend startete die Landesliga-Reserve der KG mit ihrem ersten Saisonsieg (48:8) gegen den SC 04 NürnbergII. Beim Wiegen verschenkten die Südthüringer an diesem fünften Kampftag der Landesliga in Bayern erstmals acht Mannschaftspunkte, weil sie keinen Mann bis 61KG (GR/FR) auftreiben konnten -eine große Hypothek gegen die Jungs auf Platz eins.
Auf der Matte begann die KG mit einem kollektiven Blackout in der ersten Kampfhälfte. Raphael Trautwein (57FR), Michael Koch (130FR) und Cedrik Dellit (98GR) verloren ihre Kämpfe jeweils mit 0:4, 0:3 & 0:2 nach Mannschaftszählern. Den ersten Hoffnungsschimmer brachte, wie so oft, Konstantin Brandt gegen Fabian Keck (66FR). Durch mitreißendes Freistilringen brachte „Knosti“ seinem Widersacher schnell an den Rand der Verzweiflung und punktete den jungen Zirndorfer nach allen Regeln der Kunst aus. Nur etwas mehr als eineinhalb Minuten brauchte Brandt, um den Sieg durch Technische Überlegenheit mit 15 Punkten Differenz klar zu machen und damit die ersten vier Mannschaftszähler mit in die rote Ecke zu bringen. Im Limit bis 86 KG (FR) traf nun Tobias Würzberger auf Ali Samarghsndi. Nach einer kurzen Abtastphase legten beide los und lieferten sich ein hartes, jedoch zu jederzeit faires Duell auf Messers Schneide. Kopf an Kopf versuchten Beide zu punkten. Nach gut zweieinhalb Minuten gelang dem Zirndorfer ein sehenswerter Beinangriff, nachdem der Südthüringer Musterathlet verletzt in der Mattenmitte liegenblieb. Nachdem „Waldi“ über Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule klagte, machten die anwesenden Sanitäter kein Federlesen und ließen den Ur-Concorden per Rettungswagen in das Suhler Klinikum bringen, um Schlimmeres auszuschließen. Am späten Abend dann die Entwarnung: „Nichts Kaputt, Ich bin schon wieder auf dem Weg nach Hause. Wir sehen uns Montag beim Training!“ verkündete Würzberger per Sprachnachricht an seine Teamkollegen. Damit hatte der Abend schon eine Schrecksekunde mehr als erhofft und auch die Pause musste, ob der Wartezeit, ungewollt vorgezogen werden.Nach der Verletzungsunterbrechung eröffneten Robert Recknagel und Talha Cakirgöz (75GR) das Kampfgeschehen. Beide zeigten einen spannenden Kampf, in dem bis kurz vor Schluss keiner wirklich die Nase vorne hatte. Erst nach fünfeinhalb Minuten Stelle Cakirgöz eine Falle für „Recke“ auf, in die der Albrechtser Punktegarant prompt tapte und dadurch unglücklich mit 1:11 (0:3) nach Punkten Verlor. Im Wiederholungsduell bis 57 Kilogramm, diesmal im klassischen Stil fand Raphael Trautwein gegen Ali Rajabi Sharaf kein Mittel und musste sich nach vier Minuten durch Technische Überlegenheit geschlagen geben. Auch Cedrik Dellit konnte in seinem zweiten Aufeinandertreffen (130GR) gegen Berkan Berkil keine Punkte sammeln und musste sich nach fünf Minuten von seinem Gegner schultern lassen. Das Freistilduell bis 98 Kilogramm bestritten nun Michel Koch und Ali Samarghsndi. Koch ließ sich diesmal nicht die Butter vom Brot nehmen und trieb seinen 12 Kilo leichteren Widersacher über die gesamte Kampfzeit vor sich her. Bis kurz vor dem Ende führte der Thüringer Mannschaftskapitän hauchdünn. Die Schlussoffensive seines Kontrahenten nutzte „Michel“, um ihm durch einen cleveren Konter weitere wichtige Punkte abzunehmen. Der 8:2 (2:0) Punktsieg Kochs brachte die 150 Fans in der Albrechtser Sporthalle „An Bock“ erstmals auf Hochtouren.
Endgültig ausflippen durften die Anhänger der KG dann aber, als Dustin Richter Fabian Keck (66GR) nicht den Hauch einer Chance ließ. Nach Belieben punktete „Jacque“ den jugendlichen Zirndorfer aus und die Halle tobte, als er ihn kurz nach der Pause beim Stand von 15:0 auf beiden Schultern ablegte. Den spannendsten Kampf des Abends lieferten sich Michel Rietzscher und Talha Cakirgöz im Limit bis 86Kg (GR). „Hanz“, der hochmotiviert ins Rennen ging, stelle seinen Kontrahenten immer wieder passiv, konnte aber daraus nur selten zählbares auf die Anzeigetafel bringen. Bis kurz vor dem Ende lieferten sich die beiden ein Duell auf Messers Schneide, bei dem keiner wirklich die Nase vorn hatte.
Erst 13 Sekunden vor Schluss ließ sich „Hanz“ von einem blitzschnellen Schwung seines Kontrahenten überraschen und gab so den sichergeglaubten Sieg mit 3:3 (0:1) noch aus der Hand. Das letzte Duell des abends bestritten Sayed Hashimi und Dumitru Cornescu (75FR). Für den Afghanen in Thüringer Diensten gab ́s an diesem Abend nichts mehr zu holen. Gegen die schnellen Angriffe seines Gegenübers fand Sayed keine Mittal und musste sich nach den vollen sechs Minuten mit 3:10 (0:2) nach Punkten geschlagen geben.Damit leuchtete eine, in der höhe unerwartete, 10:35 Heimniederlage auf der Anzeige. Eine bittere Pille, die die Mannen um Cheftrainer Jan Meinunger so eigentlich nicht hätten schlucken wollen. Aber, das mussten sie neidlos anerkennen: Wenn man gegen diese Südthüringer Aufstellung so hoch gewinnen kann, dann waren die Gäste am fünften Kampftag einfach die bessere Mannschaft. Durch den Punktverlust steigt die auch in der Tabelle in den Fahrstuhl auf Platz vier. Das werden sie schon am nächsten Wochenende, erneut in Albrechst „Am Bock“, schnellstens versuchen wieder zu ändern.

Nichts zu holen für die Kampfgemeinschaft in Bamberg
Am 2. Kampftag der Landesliga Nord musste die Kampfgemeinschaft (KG) die erste bittere
Saisonniederlage gegen die WKG Forchheim/Bamberg hinnehmen. Die Bamberger, die-könnte man
fast sagen- mit einer Weltauswahl angetreten waren, mussten allerdings 4 Kampflose Punkte an Tim
Jahnke (130GR) herschenken, da im internationalen Top-Aufgebot der Gastgeber kein Ringer für
diese Gewichtsklasse dabei war. Im ersten Duell des Abends(57Kg Fr) traf Francis Richter auf Mohammed Shniah. Im ungeliebten Freistil hatte "Hugo" größte Mühen, den schnellen Angriffen seines Widersachers zu entkommen und verlor mit dem Pausengong durch Technische Überlegenheit. Im Schwergewicht (130Fr) verglichen sich Tim Jahnke und Alejandro Villagomez. Der Südthüringer Stamm-Schwergewichtler musste sich den schnellen Beinangriffen des Russen in Bamberger Diensten nach dreieinhalb Minuten Technisch geschlagen geben. Im Limit bis 61Kg (Gr) bekam Raphael Trautwein mit Aman Nasibov ebenfalls einen internationalen Top Mann vorgesetzt. "Raphi" verkaufte seine Haut so teuer es ging, aber musste sich trotz aller Mühen durch Technische Überlegenheit des Gegners geschlagen geben. Das Griechisch-Römische-Duell, im Halbschwergewicht bis 98Kg trugen Cedrik Dellit und Alexandr Iftodi Relu aus. In einem spannenden Duell zeigte Dellit, dass er durchaus das Zeug hat, gegen internationale Ringer, mitzuhalten. Nach Ablauf der vollen 6 Minuten, musste sich "Ceddi" allerdings mit 16 zu 6 (3:0) nach Punkten Geschlagen geben. Die ersten Punkte auf die Südthüringer Habenseite brachte anschließend Konstantin Brandt gegen Rusev Stoiko. Durch mitreißendes Freistilringen brachte "Knosti" seinen Gegner, der noch bis letztes
Jahr in Lichtenfels Bundesliga gerungen hat, an den Rand der Verzweiflung. Gegen die schnellen Beinangriffe Brands fand Stoiko schlicht keine Mittel. Am Ende der sechsminütigen Kampfzeit gewann Brandt hochverdient mit 4:10 (0:2) nach Punkten. Eine weitere Niete zog Tobias Würzberger gegen Mert Ramadan(86Kg/FR). Nach nur 57 Sekunden musste sich der Ur-Concorde von seinem Widersacher schultern lassen.
Auch für Florian Crusius (75Kg/GR) gab es gegen Thomas Dehler kein Erfolgserlebnis. Nach nur 56 Sekunden musste sich "Crusi" nach einem Konter ebenfalls auf den Schultern ablegen lassen. Nach der Pause starteten wieder die Fliegengewichte, Francis Richter und Anatoli Schlee (57Kg/Gr). Stets bemüht, die Niederlage gegen einen weiteren Internationalen Top-Mann in Grenzen zu halten kämpfte Richter mit allem, was er hatte. An der Niederlage durch Technische Überlegenheit nach fünf Minuten änderte das leider nichts. Die beiden 61-er, Raphael Trautwein und Aman Nasibov traten anschließend im Freistil auf die Matte. Auch in diesem Duell fand der junge Ebertshäuser keine Mittel gegen Nasibov und unterlag nach drei Minuten durch Technische Überlegenheit. Das Freistil-Duell im Halbschwergewicht trugen nun Michael Koch und Alejandro Villagomez aus. Der Thüringer Mannschaftskapitän kämpfte, auf Grund der aussichtslosen Gesamtsituation, schon nur noch im "Bloß nicht verletzen Modus" und ließ den Russen mehr oder weniger gewähren. Nach 55 Sekunden gewann Villagomez schließlich verdient durch Technische Überlegenheit. Das anschließende Duell bis 66Kg (GR) zwischen Dustin Richter und Stoiko Rustev musste verletzungsbedingt zu Gunsten des Thüringers ausfallen. Den Kampf des Abends lieferten sich Michel Rietzscher und Max Gerneth (86Kg/GR). In einem taktischen, aber keinesfalls langweiligen Duell, ohne hohe Werungen trennten sich die beiden nach sechs Minuten 2:2 mit dem besseren Ende für Gerneth.
Den Abschluss des Abends (75Kg/FR) trugen Sayed Hashimi und David Held aus. Gegen die schnellen Beinangriffe des Afghanen in Thüringer Diensten fand Held einfach kein Mittel und solandeten durch einen 5:14 (0:3) Punktsieg die letzten Zähler der Nacht auf dem Konto der KG.
Nun hätten die Jungs um Chefcoach Jan Meinunger lange nach Gründen und Ausreden für die ungeahnt hohe 36:13 Niederlage suchen können und wären wohl spätestens beim völlig überforderten Kampfrichter, der ebenfalls aus Bamberg kam, fündig geworden. Jedoch wussten sie einfach, dass sie gegen die immensen Finanziellen Aufwendungen der Gegner machtlos waren. Wenn uns einer schlagen will, und breit ist, das viele Geld für Top-Sportler auszugeben, dann brauchen wir uns trotzdem nicht verstecken. Die meisten unserer Gegener gehörten heute einfach nicht in diese Liga, in der eigentlich von Freizeitsportlern, wie wir, ringen! Kopf hoch! Nächste Woche gegen Bayreuth sieht die Welt schon wieder anders aus! Faste Chefcoach Meinunger am Ende die Situation zusammen. Damit wird er wohl Recht behalten, schließlich sind die Rennsteig-
Ringer auch ein bisschen stolz darauf, dass gerade gegen sie immer alle Asse aus dem Ärmel der Kontrahenten fliegen müssen, um gegen diesen eingeschworenen Haufen zu gewinnen.

Heimvorteil verspielt

Am 6. Kampftag waren die Sportler der Kampfgemeinschaft Südthüringen auf der einen Seite motiviert zu gewinnen und ihr Bestes zu zeigen, aber gegen den RSV Schonungen konnte die gesundheitlich angeschlagene Mannschaft nicht standhalten. Den RSV Schonungen hätte man eigentlich in der Oberliga ringen gesehen, wurde aber nach Ablehnung des Ligenaufstiegs zwei Ligen zurückgestuft und stande somit der Kampfgemeinschaft Südthüringen am vergangenen Kampftag gegenüber.

Diesmal standen sich von beiden Vereinen jeweils die erste und zweite Mannschaft gegenüber.

Wie immer eröffnete die „Zweite“ der Kampfgemeinschaft den Abend. Hier konnte man einige starke Kämpfe beobachten, welche durch gesundheitliche Angeschlagenheit seitens der Kampfgemeinschaft, größtenteils auf die Zählertafel der Gastmannschaft getragen wurden. Mit einer Niederlage von einem 10:36 für den RSV Schonungen II lassen die Ringer der KGST die Köpfe natürlich nicht hängen und sind dennoch stolz auf die technisch guten Leistungen.

Schon auf der Waage der ersten Mannschaften wurden 8 Mannschaftszähler in der Gewichtsklasse 61kg an den RSV Schonungen kampflos sowie 4 Zähler im Limit bis 66kg (Freistil) an die KG gegeben. Das Kampfgeschehen der „Ersten“ der Kampfgemeinschaft wurde von Steffen Barthelmes eröffnet. In der Gewichtsklasse bis 130kg (Freistil) traf er auf Tobias Doile. Allein durch Barthelmes Anwesenheit war die Kampfgemeinschaft froh, ihn an diesem Tag auf der Matte zu sehen, sodass die Mannschaftspunkte wenigstens nicht kampflos an die Gastmannschaft gingen. Mit aber einem klaren Ergebnis musste sich der Rennsteigsportler nach einem starken und spannenden Kampf mit einem 0:15 geschlagen geben. Raphael Trautwein stand im Limit bis 57kg Alexandru-Vasile Mandica. Auch dieser Kampf stand nicht im guten Licht der Kampfgemeinschaft. Mit einem starken Gegner, welcher in vergangener Saison nur äußerst wenige Niederlagen in der Oberliga einstecken musste, hatte „Raphi“ nur wenig Chancen zu punkten und musste sich nach etwas mehr als 2 Minuten durch technische Überlegenheit geschlagen geben. Als nächstes standen sich im Limit bis 98kg Cedrik Dellit und Florian Doile gegenüber. Cedrik musste sichtlich schwitzen um gegen seinen Gegner Stand zu halten. Nach den vollen 6 Minuten Ringkampf jubelte wieder die Ecke Schonungens mit einem Punktesieg von 2:7.

Auch Michel Rietzscher konnte sich wieder die Ringerschuhe für die Kampfgemeinschaft binden, im Limit bis 86kg stand er Andreas Hümpfer gegenüber. Innerhalb eines nervenaufreibenden Kampfes gab Michel sein Bestes und konnte bis kurz vor dem Schlussgong der technischen Überlegenheit des Gegners standhalten. Robert Recknagel stand in der Gewichtsklasse bis 75kg Gabriel Gamsat Klein im klassischen Stil gegenüber. Auch hier bestimmte der Kämpfer der Gastmannschaft sichtlich das Kampfgeschehen. Wie Recknagel es selbst beschrieb, stand er selbst im Kampf irgendwie neben sich. Nach nicht nur einer kurzen Verletztenzeit für „Recke“, sondern auch einer Passivitätsverwarnung gelang es auch hier dem RSV Schonungen mit technischer Überlegenheit zu punkten. Raphael Trautwein trat an diesem Abend seinem Gegner nochmals im klassischen Stil gegenüber. Leider ohne die gewünschte siegreiche Revanche. Erneut musste sich der Rennsteigsportler durch technische Überlegenheit geschlagen geben. Auch in „Ceddis“ bevorzugter Ringart, dem klassischen Stil, konnte er im Limit bis 130kg gegen Tobias Doile nichts für die Heimmannschaft holen. Auch hier musste die Kampfgemeinschaft auf eine Niederlage durch technische Überlegenheit auf der Anzeigetafel blicken. Michael Koch trat diesmal im Limit bis 98kg im Freienstil gegen Florian Doile auf die Matte. Ein nicht nur spannender Kampf, sondern auch einer, der zeigte welches Niveau der Rennsteigsportler aufbringen kann. Die Kampfzeit umfasste die vollen 6 Minuten. In der beiden Hälften trugen die beiden Haöbschwergewichtler ein Kopf an Kopf Rennen um die Punkte aus. Mit dem Schlussgong stand es allerdings unglücklich 5:7 für den Recken des RSV Schonungen. Einen Lichtblick schaffte an diesem Abend Dustin Richter, welcher im Limit bis 66kg im klassischen Stil auf Linus Gerhardt traf. Das gesamte Kampfgeschehen bestimmte „Jaque“ sichtlich. Mit verschiedensten Techniken konnte der Ringer der KG zwar nicht die vollen 4 Mannschaftszähler holen, aber dennoch die Zuschauer mit einem Punktesieg von 9:0 zum Jubeln bringen.

Auch in seinem zweiten Kampf des Abends hat Michel Rietzscher eine gewisse „Kaltschnäuzigkeit“ gefehlt, um sich gegen Tobias Hoffmann durchzusetzen. Auch hier musste sich Michel mit einem Punktesieg von 1:10 geschlagen geben. Im letzten Duell trat Konstantin Brandt im Limit bis 75kg im freien Stil Marin Periteanu gegenüber. Hier konnte man wirklich sagen „Das Beste kommt zum Schluss!“. Wie, nicht nur Mannschaftskapitän Michael Koch anmerkte, war „Konstis“ Kampf wohl der Kampf des Abends. In einer Gewichtsklasse höher als gewohnt zeigte der Suhler erneut, was in ihm steckte und bot mit einem Endstand von 11:11 dem Gegner aus Schonungen die Stirn. Bei diesem Kampf ging Konsti als Sieger hervor, da die letzte Wertung von ihm höher war, als die des Gastringers. Zusammenfassend war der 6. Kampfabend dieser Saison zwar nicht sonderlich erfolgreich, aber ein großer Ansporn. Die Niederlage gegen den RSV Schonungen war, aufgrund der immensen Leistungsunterschiede teilweise zu erwarten. Dass der Kampfabend mit einem 8:38 endete war dennoch so nicht geplant. Man könnte jetzt verschiedenste Gründe, wie das Ringen auf verschiedenen Augenhöhen oder auch den Krankenstand der Kampfgemeinschaft Südthüringen betiteln für diese Niederlage. Am Ende des Abends zählte es aber am Meisten, dass der Abend diesmal ohne schwere Verletzungen von statten ging, aber vor allem an den Techniken im Training weiter gearbeitet werden kann.

 

„-Zu Null!“
Zum zweiten Heimkampf der Saison begrüßte die Kampfgemeinschaft Südthüringen den ASC Bindlach sowie den RCA Bayreuth in der Mehrzweckhalle in Zella-Mehlis. Diesmal konnten, wie Michael Koch stolz im „Livetikker“ der KG ankündigte, die Pullover zu Hause gelassen werden, da die Halle an diesem Abend wieder geheizt wurde. Also gleich zu Beginn eine gute Grundlage für einen erfolgreichen Abend.
Das Kampfgeschehen wurde wie gewohnt von der „Zweiten“ der KG eröffnet. Diesmal standen unsere Jungs dem ASC Bindlach gegenüber. Schon auf der Waage strichen Pawel Wesolowski in der Gewichtsklasse bis 130kg, im freien und klassischen Stil, sowie Dean Poprawa (66kg Freistil) und Jamiro Bouktab, welcher an diesem Abend sein Kampfdebüt gefeiert hätte, im klassischen Stil (66kg), jeweils 4 Mannschaftszähler für die KG ein. Somit hatte unsere Kampfgemeinschaft einen Vorsprung von 16 kampflos erhaltenen Punkten. Francis Richter trat im ersten Kampf des Abends Artur Ebel in der Gewichtsklasse bis 57kg im freien Stil
gegenüber. „Hugo“ war stets bemüht Punkte zu erringen, aber die Punkteanzahl des Kämpfers aus Bindlach stieg einfach immer mehr. In der letzten Minute konnte sich auch Francis einen Punkt holen, musste sich aber mit einem 1:16 geschlagen geben. Weiter ging es mit Konstantin Wunderlich im klassischen Stil bis 61kg gegen Keanu Muric. In einem nervenaufreibenden Kampf strich der Gegner aus Bindlach immer wieder Punkte ein. Nach einer Verwarnung aufgrund von Passivität und Beinarbeit, welche in Augen der Heimkämpfer nicht nachvollziehbar waren, gelang es auch hier Konstantin, welcher eine beeindruckende Technik an den Tag legte, nicht, den Kampf mit einem Endpunktestand von 2:11 für sich zu entscheiden. Sebastian Truthän stand im Limit bis 98kg im klassischem Stil Patrick Adler gegenüber. In einem langen, spannenden Kampf konnte sich der Rennsteigringer jedoch keine Punkte holen und verließ die Matte mit einem 0:6. In der Gewichtsklasse bis 86kg Freistil standen sich Franz Günther für die KG und Luca Bauer des ASC Bindlach gegenüber. Franz lieferte den Zuschauern einen starken Kampf und konnte mit verschiedenen Techniken beeindrucken. Mit einem Endpunktestand von 17:3 kann er mächtig stolz auf sich sein. Im Kampf vor der Pause feierte Alex Pfestorf sein Debüt für die Mannschaft der KG zu kämpfen. Leider konnte „Ali“ nicht viele Punkte bei seinem Gegner Nick Hartung holen und fand sich auf dem Boden wieder, wobei der bindlacher Sportfreund mit einem Schultersieg gewann. Während des letzten Angriffs endete aber nicht nur sein Debüt des Abends, sondern auch vermutlich die aktiven Kampfabende dieser Saison für Alex. Unser Sportler zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu und musste somit noch am gleichen Abend die Notaufnahme von innen sehen. Aber keine Sorge- „Ali“ ist, soweit es möglich ist, wohlauf und kam noch am gleichen Abend zurück in die Halle, um seine Mannschaft mental zu unterstützen. Alles Gute, Ali!
Nach der 10-minütigen Pause holte sich Francis Richter, diesmal im klassischen Stil, in der Revanche mehr Punkte als zum Beginn des Abends. Aber auch hier musste sich „Hugo“ mit einem 4:9 geschlagen geben. Auch im freien Stil hatte es Konstantin Wunderlich gegen seinen Gegner aus Bindlach nicht leicht und fand sich auf den Schultern wieder, womit Muric zum Gewinner des Duells wurde. Sebastian Truthän konnte auch im freien Stil nichts von seinem Gegner holen und musste sich mit technischer Überlegenheit seitens des ASC Bindlach geschlagen geben. Die letzten beiden Kämpfe der KG Südthüringen II waren relativ kurz. Im Kampf bis 86kg, klassisch musste Franz Günthers Gegner, Luca Bauer, aufgrund einer Verletzung aufgeben, womit 4 Mannschaftszähler auf das Konto der KG gelangen. Auch unser Sportfreund aus Bindlach musste gleich nach dem Kampf das Krankenhaus aufsuchen. Wir hoffen das Beste und wünschen alles Gute! Jeremi Näder traf im freien Stil (75kg) auf Nick Hartung . Jeremi zeigte seine Stärken, welche dennoch nicht gegen den Bindlacher reichten und musste sich mit einem Schultersieg geschlagen geben. Der Endpunktestand der KG Südthüringen II gegen den ASC Bindlach lag letztlich bei 23:28. Dass das Kampfgeschehen für die erste Mannschaft unserer Kampfgemeinschaft bessere Aussichten hatte, war zwar von Anfang an klar, aber dass wir und unsere Fans ein solches Ergebnis an diesem Abend sehen konnten, damit rechnete am Anfang niemand. Schon auf der Waage bekamen Michael Koch (130kg) und Cedrik Dellit (98kg) jeweils die Nachricht, dass die gegnerische Mannschaft des RCA Bayreuth in den genannten Gewichtsklassen keine Ringer stellen konnten. Somit gingen insgesamt 16 Mannschaftspunkte von Anfang an an die KG. Raphael Trautwein (57kg, Freistil) sicherte sich im ersten Kampf gegen Ali Alomar einen Schultersieg nach nur 2 Minuten. Raphael Titze (61kg, klassisch) machte es ihm gleich und schulterte Fadi Alkhalid . Die Halle tobte jetzt schon- und es ging weiter. Asif Safari (66, Freistil) und Tobias Würzberger (86kg, Freistil) konnten ihre  Kontrahenten Amjad Ahmadzi und Paul Echtler nach kürzester Zeit schultern. Auch Florian Crusius (75kg, klassisch) schloss sich seinen Vorgängern an und gewann gegen Tahu Aleman mit einem eleganten Schultersieg. Nach der Pause legte Raphael Trautwein wieder los und  konnte sich diesmal mit , unter anderem, 2 Kopfhüftschwüngen nach weniger als 3 Minuten gegen Ali Alomar als technisch überlegen mit einem  15:0 eintragen. Auch Raphael Titze gewann nach der Pause gegen Fadi Alkhalid technisch überlegen mit einem Punktestand von 16:0. Dustin Richter traf im Limit bis 66kg, klassisch, auf Amjad Ahmadzi . Nach 4 Punkten von gegnerischer Seite konnte sich „Jaque“ im Endeffekt doch seiner Mannschaft anschließen und rollte den Bayreuther nach Belieben bis hinzu einem Schultersieg nach weniger als 3 Minuten. Michel Rietzscher bot den Zuschauern eine regelrechte Flugshow. Mit insgesamt 4 „Aushebern“, welche nicht nur beeindruckend ausschauen, sondern auch jeweils 4 Punkte bringen, gewann Michel gegen seinen Kontrahenten, Paul Echtler, technisch überlegen. Im letzten Kampf des Abends trat nochmals Florian Crusius auf die Matte und auch hier konnte er erneut mit einem Schultersieg den Kampf gewinnen. Dieses beeindruckende Ergebnis war wunderbar auf der Anzeigetafel anzusehen. Ein 56 „zu Null“ Ergebnis lässt sich sehen. Worauf nicht nur Chefcoach Jan Meinunger, sondern auch alle Fans und natürlich Ringer mächtig stolz sind.

Ringer feiern einen Saisonauftakt nach Maß.

Grund zu großer Freude bei den Ringern der Kampfgemeinschaft (KG) Südthüringen. Gegen
Lichtenfels ́ Bundesligareserve gewinnen die Sportsmänner aus Zella-Mehlis und Albrechts überraschend hoch mit 35:11. In den Abend startete nach zwei langen Corona-Jahren erstmals wieder die Zweite Mannschaft der Südthüringer. Gegen en RSC Rehau endete der Vorkampf unglücklich mit 20:30 für die Gäste. In der Landesliga hatte Chefcoach Jan Meinunger seine besten Leute an den Start geschickt und gab der Mannschaft schon beim Aufbauen zu verstehen, dass er sich mich mit nichts als einem Sieg zufrieden geben wollte. Ganze 16 Zähler holten die Südthüringer dann schon auf der Waage. Raphael Trautwein (57Kg, FR/GR) und Raphael Titze (61Kg, FR/GR) konnten die Ringerschuhe offen lassen, da Lichtenfels beide Gewichtsklassen nicht besetzen konnte. Also starteten die schweren Jungs, Pawel Wesolowski und Tobias Wagner (130Kg, FR) in den Abend. Von Beginn an nutzte Wesolowski seine 20 Kilo Gewichtsvorteil clever aus und konterte sich immer wieder zu Punkten. Jeden Angriff des Lichtenfelsers ließ er an sich abperlen und nahm ihm Mal um Mal die Zähler ab, bis er schließlich nach sechs Minuten beim Stand von 8:1 (2:0 nach
Mannschaftspunkten) als Sieger von der Matte ging. Im gleich tat es Cedrik Dellit gegen Philipp Ender (98Kg, GR). Ceddi beherrschte Ender nach Belieben und konnte mit jeder Aktion Zählbares auf die Anzeige bringen. Auch er gewann nach den
vollen sechs Minuten mit 6:2 (2:0) nach Punkten. Den schnellsten Kampf des Abends bestritten Konstantin Brandt und David Münch (66Kg, FR). Nur einen Beinangriff und einen Hebel im Boden brauchte Knosti um seinen Widersacher auf den Schultern abzulegen und die vollen vier Mannschaftspunkte mit in die Südthüringer Ecke zu bringen. Im Limit bis 86Kg (FR) traf nun Sebastian Truthän auf Dominik Sohn. Der Albrechtser Musterathlet, der im Dienste der Mannschaft in den ungeliebten Freistil umgestiegen war, hatte sichtlich Mühe mit den schnellen Angriffen Sohns. Trotzdem ergriff Truthän immer wieder die Initiative und versuchte, stets im Vorwärtsgang, zu Punkten. Dies gelang ihm allerdings nicht und nach Ablauf der Kampfzeit holte Sohn den ersten 0:5 (2:0) Punktsieg für Lichtenfels. Auch Vereinskamerad Robert Recknagel (75Kg, GR) hatte mit Benedikt Panzer einen klasse Gegner abgefasst. Gleich zu Beginn des Kampfes gelang es Recke, seinen Widersacher in größte Not und
fast auf beide Schultern zu bringen. Aber eben nur fast. Danach drehte der Lichtenfelser Routinier voll auf und lies Recknagel immer wieder in clevere Konter laufen. Am Ende der sechs Minuten ging Panzer als 4:13 (0:3) Punktsieger von der Matte. Nach der obligatorischen Aufwärmpause begannen wieder die Schwergewichtler. Diesmal traf Cedrik Dellit auf Tobias Wagner (130Kg, GR). Wie schon in seinem ersten Kampf ließ Dellit die Abtastphase am Beginn ausfallen und legte los wie die Feuerwehr. Nach nicht einmal einer Minute hatte er sich schon einen beachtlichen Vorsprung erarbeitet. Im weiteren Verlauf beschränkte sich Wagner allerdings auf Schadensbegrenzung und lief förmlich vor den Angriffen des Ur-Concorden davon. Nach den vollen sechs Minuten gewann Ceddi schließlich hochverdient mit 12:0 (3:0) nach Punkten. Das nun folgende Duell zwischen Michael Koch und Dominik Sohn (98Kg, FR) war dann für den Mannschaftskampf nicht mehr ausschlaggebend, denn den hatten die Rennsteig-Ringer bereits gewonnen. Trotzdem wollte natürlich keiner verlieren. Koch begann stark und sammelte in den ersten drei Kampfminuten immer wieder kleinere Wertungen, die ihn zur Pause bereits mit 6:1 in Führung gebracht hatten. Nach der 30-sekündigen Unterbrechung kam sein Kontrahent dann mehr aus der Deckung und begann seinerseits mit offensivem Ringkampf. So lieferten sich die Beiden ein hochspannendes Duell auf Augenhöhe, dass der Lichtenfelser am Ende denkbar knapp mit 6:7 (0:2) für sich entscheiden konnte. Danach wieder ein Kampf, der in nicht einmal einer Minute schon Geschichte war. Dustin Richter (66Kg, GR) brauchte nur 47 Sekunden um David Münch per Kopfhüftschwung auf beide Schultern zu legen und im Jubel der rund 250 Zuschauer vier Zähler in seine Ecke zu bringen. Im Limit bis 86 Kg (GR) traf Michel Rietzscher auf Philipp Ender. Auch Hanz brauchte nur 47 Sekunden, um seinen Widersacher mittels Schleuder auf den Schulterblättern abzulegen. Im letzten Duell des Abends traf Sayed Hashimi auf Lukas Tomaszek (75kg, FR). Tomaszek, der eigentlich in Lichtenfels ́ Bundesligateam zu Hause ist, hatte mit dem sichtlich überforderten Hashimi keine Nöte und wurde nach viereinhalb Minuten verdienter Sieger durch Technische  Überlegenheit. Damit endete der Saisonbeginn für die Ringkämpfer aus Zella-Mehlis und Albrechts fast ein bisschen besser, als sie sich das erhofft hatten. Ein 35:11 hatte so wohl keiner auf dem Wettschein geschrieben. Nun gilt es für die Mannen um Mannschaftsführer Udo Behrendt  an die vergangenen Leistungen anzuknüpfen. In der nächsten Woche werden dann beide Teams auswärts geprüft.

Michael Koch

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